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Werbetechnik Lexikon

Hier finden Sie gebräuchliche Fachbegriffe und Abkürzungen aus der Welt der Werbetechnik.

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A
Absorbtion aufsaugen - in sich aufnehmen
Anlagerung von Gasen oder gelösten Stoffen an der Oberfläche eines festen Stoffes
Acrylglas (PMMA)
Polymethylmethacrylat
auch bekannt unter der geschützten Produktbezeichnung Plexiglas®, ist in einer Vielzahl transparenter, deckender und fluoreszierender Farben sowie satiniert erhältlich. Es wird jedoch in klarer Ausführung am häufigsten verwendet. PMMA zählt zu den ältesten Thermoplasten. Acrylglas ist stabil, zäh und UV-beständig, was sowohl für die gegossene wie auch für die extrudierte Ausführung gilt. Die Unterschiede zwischen gegossenem und extrudiertem Material basieren auf unterschiedlichen Herstellungsverfahren. Gegossenes Material ist nahezu spannungsfrei und besitzt ausgezeichnete optische Eigenschaften; extrudierte Halbfabrikate sind im Vergleich etwas weniger rein und weniger spannungsarm, was aber im normalen Gebrauch kaum zu Problemen führt
Adhäsion Haften zweier Stoffe oder Körper aneinander
Amorph ohne feste Struktur (s. Kristallin)
Antioxydans Zusatz, der die Oxydation verhindert 
Antistatikum Mittel, das die elektrische Aufladung von Kunststoffen verhindert
Auflösung Der Gummibegriff stiftet Verwirrung bei Monitoren, Scannern und Druckern. Die Auflösung ist nichts anderes als Punkte, die man sieht, wenn man mit dem Auge zu nah heran geht. Je kleiner ihre Größe und je höher ihre Anzahl, desto schärfer und detaillierter nimmt das Auge das Bild wahr. Je nachdem, um welches Medium es sich handelt, heißen die Punkte Pixel, Bildelemente oder Druckpunkte.
B
Backlight Film Kunststoff Film - meist Polyester mit weißer Kreidebeschichtung
Banding Die Streifenbildung, englisch: Banding, ist bei großformatigen Inkjetdruckern ein unerwünschter Nebeneffekt. Sie beeinträchtigt zumindest bei näherem Hinsehen die Qualität eines Posters. Banding kann verschiedene Ursachen haben: Die Gefahr der Streifenbildung ist bei niedrigen Passes größer als beim Tintenauftrag in schmäleren Druckbändern. Die fehlende Abstimmung zwischen Tinte und Druckmedium.
Banner Banner
Beflocken das Aufbringen von Fasern zur Erreichung einer Oberfläche, die diesen weitgehend ähnlich is
Beschleunigen Zusatz zur Beschleunigung einer chemischen Reaktion bzw. des  Trockenverfahrens
Biaxial in zwei Richtungen gereckt
Bidirektionaler Druck Um die Druckgeschwindigkeit ohne Qualitätsverlust zu steigern, drucken immer mehr LFP-Printer bidirektional. Sie sprühen sowohl in der Vorwärts- als auch in der Rückwärtsbewegung Tinte auf das Papier. So wird im Gegensatz zum unidirektionalen Druck jede Bewegung des Druckkopfes produktiv genutzt. Bei vielen Druckern können die Funktionen optional angesteuert werden.
Blasen das Formen erwärmten, thermoplastischen Materials durch Preßuft
Blauwollskala Die Blauwollskala ist ein Verfahren, mit dem sich die Lichtbeständigkeit von Tinten im Außeneinsatz messen lässt. Es entspricht der DIN-Norm 16525. Dazu wird ein Baumwollstreifen mit bis zu acht Blautönen eingefärbt, von denen bekannt ist, wie sie sich bei Lichteinstrahlung verhalten. Gleichzeitig werden die zu testenden Tinten auf dem Bedruckstoff aufgetragen. Zur Hälfte abgedeckt, werden die Teststreifen dem UV-Licht ausgesetzt. Wie lichtecht die Tinte ist, zeigt das Vergleichen der abgedeckten und ungeschützten Hälften in bestimmten Zeitabständen. Je weniger die Tinte ausbleicht, desto höher liegt der Lichtechtfaktor. Die maximale Stufe acht sagt aus, dass die Tinte 1.600 Stunden Test hinter sich hat. Das entspricht einer Haltbarkeit von 256 Wochen im Freien.
Bleeding Bleeding auf Englisch, ausbluten auf Deutsch. Damit ist gemeint, dass die Tinte auf der Papieroberfläche verläuft, anstatt in die Beschichtung einzusinken. Dadurch vermischt sie sich mit den angrenzenden Farben. Der Ausdruck verliert an Qualität und erscheint unscharf. Die Farben sind an den Übergängen verfremdet. Das Ausbluten wird unter anderem durch Spezialbeschichtungen auf dem Druckmedium verhindert.
Blueback Papier mit blauer Rückseite (Sperrschicht) für Plakatdrucke
BMP BMP steht für Bitmap und hat sich als Datenformat in der Windows-Welt einen Platz erobert. Die Bildinhalte werden Punkt für Punkt gespeichert. Jeder einzelne Pixel steht dabei für einen bestimmten Farb- und Dichtewert. Im Gegensatz dazu hat der Begriff im Mac-Bereich nichts mit Dateiformaten zu tun. Der Macler versteht darunter eine Schwarzweiß-Strichgrafik, die ausschließlich aus weißen und schwarzen Bildpunkten besteht.
C
Cartridge gefüllte Druckerpatrone für Inkjet- oder Solventplotter bzw. Foliencartridge für Gerber Edge
CIE Die drei Buchstaben stehen für Commission Internationale de l'Eclairage (Internationale Beleuchtungskommission). Bereits 1931 haben sich die Farbprofis zusammengetan, um Normen festzulegen, mit denen sich Farben messen lassen. Das System ist die Basis des Farbmanagements, da die Mehrzahl der Bildbearbeitungsprogramme bei der Definition der Farbe auf die CIELab Parameter zurückgreift. Das CIELab- oder kurz Lab-Farbsystem ist der gebräuchliche Raum zur Farbdarstellung. Die Grauwerte ergeben sich aus mehr oder weniger Helligkeit. Dabei bedeutet ein Wert von 100 die stärkste Helligkeit oder Weiß, wogegen Schwarz einem Wert von Null entspricht. L steht für Helligkeit (Luminanz), die Buchstaben a und b beschreiben die Farbachsen: a ist Rot-Grün und b steht für Gelb-Blau.
CMYK Dahinter verbergen sich die Grundfarben: Cyan, Magenta und Yellow. Das K kommt von Black, rückwärts gelesen. Es steht für Schwarz, da das B bereits als Abkürzung für Blau in RGB besetzt ist. Beim Mischen der Farben wird die Helligkeit weggenommen bzw. subtrahiert. Deshalb spricht man auch von der subtraktiven Farbmischung. Im idealen Fall entsteht aus CMY die Farbe Schwarz. Da aber in der Realität nur ein Dunkelbraungrau herauskommt, wird Schwarz extra dazugegeben.
Composite-Datei Diese Datei ist noch nicht in einzelne Farbauszüge geteilt. Sie verbraucht weniger Speicherplatz und beansprucht eine geringere Rechnerleistung. Ändert sich etwas in der Datei, lässt sich die Korrektur in einem Schritt ausführen. Bei separierten Dateien hingegen müssen die Änderungen in jeder Einzeldatei für Cyan, Magenta, Yellow und Black durchgeführt werden.
Compound Mischung eines Kunststoffes mit Gleitmitteln, Weichmachern, Antioxidationsmitteln, Farbstoffen usw.
Copolymerisation Verkettung zweier oder mehrerer Polymere
Coronabehandlung Die Coronabehandlung ist ein elektrochemisches Verfahren zur Oberflächenmodifikation von Kunststoffen. Die meisten Kunststoffe haben eine unpolare, elektrisch gut isolierende und wasserabweisende Oberfläche. Sie ist schlecht benetzbar durch Druckfarben, Lösemittel, wässrige Kunststoffdispersionen, Klebstoffe oder Haftvermittler. Dies gilt vor allem für Polyethylen-, Polypropylen- und Polyesterfolien. Das Bedrucken solcher Kunststoffe (Folien oder räumliche Körper) oder ihre Weiterverarbeitung durch Kaschieren oder Beschichten ist deshalb gar nicht möglich. Die Druckfarben würden nicht haften, bei der Herstellung von Verbundfolien würde Delamination eintreten.
Hier hilft man sich durch die Coronabehandlung, die häufigst angewendete Form der Oberflächenbehandlung. Alternative Methoden wären die Flammbehandlung, die Fluorierung und die Plasmabehandlung. Das Ziel aller dieser Methoden ist die Erhöhung der Polarität der Oberfläche, wodurch Benetzbarkeit und chemische Affinität deutlich verbessert werden. Der durch die Corona-Behandlung erzielte Effekt, eine Erhöhung der Oberflächenspannung (Dynung) auf 38 bis 44 mN/m, nimmt mit der Zeit ab. Die Lagerfähigkeit der behandelten Folien ist deshalb begrenzt.
Bei einer Polyethylenfolie liegt die Oberflächenspannung ohne Behandlung bei 30 bis 32 mN/m. Direkt nach der Behandlung werden, je nach Einstellung, Werte zwischen 38 und 44 mN/m erzielt. Nach 4 Wochen Lagerung tritt bereits ein Minimum der Oberflächenspannung auf. Die Werte liegen danach um ca. 10% Tiefer als direkt nach der Behandlung.
Einen Schnelltest stellt der Tintentest dar. Er wird mit sogenannten "Dyn-Testtinten" durchgeführt, die jeweils unterschiedliche Oberflächenspannungen aufweisen. Man fängt mit niedrigen Oberflächenspannungen an und arbeitet sich so lange vor, bis die Testtinte die Oberfläche nicht mehr benetzt
D
Dateiformat Klingt banal und birgt doch viele Tücken: Das Betriebssystem und das verwendete Programm bestimmen, in welchem Format eine Datei abgespeichert wird und wie sie sich weiter im Daten-Workflow verhält. An der Erweiterung nach dem Punkt erkennt der Anwender, um welche Datei es sich handelt. Zum Beispiel kennzeichnet .TIF eine Grafikdatei im TIFF-Format und .JPG ein komprimiertes Bild, das als JPEG abgelegt wurde.
Delaminieren< Lösen von Schichten
Densitometer Das Gerät liefert ausschließlich einen Messwert: Die optische Dichte von Farben. Densitometer sind auf Standardwerte normiert, die sich nach der Augenempfindlichkeit, den Normdruckfarben wie der Europaskala oder nach UV-empfindlichen Materialien richten. Mit Hilfe einer Fotozelle oder Fotodiode lässt sich der Lichtstrom messen, wenn er reflektiert wird. Das Verhältnis zum aufgestrahlten Lichtstrom ergibt die optische Dichte. Die Messgeräte stehen in verschiedenen Ausführungen zur Wahl: Als Einzelgeräte für Aufsichts- und Durchsichtsvorlagen oder als Kombiapparate, die opake und transparente Vorlagen gleichzeitig vermessen können.
Dichte Die Dichte (spezifische Masse, Massendichte) ist der Quotient aus Masse und Volumen eines Körpers. Die Bestimmung der Dichte erfolgt nach DIN 53 479.
Eine verbreitete Methode zur Ermittlung der Dichte von Halbzeugen und Formteilen ist das Auftriebsverfahren (Verfahren A). Der Probenkörper wird zum einen an Luft und zum anderen in einer Prüfflüssigkeit bekannter Dichte hängend gewogen. Aus dem Gewichtsunterschied errechnet man nun die Dichte der Probe
Dispersion Feinverteilung eines festen Stoffes in einer Flüssigkeit, in der er sich aufgelöst hat
D-max Der Faktor D-max, die maximale optische Dichte, ist ein Maß für die Empfindlichkeit des CCD-Sensors. Er gibt den dunkelsten Ton an. Die Zahl - sie wird logarithmisch berechnet - sagt aus, bis zu welcher Schwärzung (Fachausdruck Densität) der Sensor das reflektierende Licht noch wahrnimmt. Je höher die Zahl ist, desto mehr Licht wird durchgelassen bzw. zurückgeworfen. Geräte mit hohen Dichteumfängen kommen vor allem bei Durchsichtsvorlagen zum Tragen.
Doppelklebefilme (Kaschierfolie) 100 % transparent, weiß
DPI DPI steht für "Dotch per inch" und gibt im Digitaldruckbereich die Anzahl der Farbpunkte pro inch an - je höher die Zahl, desto höher die Auflösung
Druckplattenstärke Die Druckplattenstärken hängen von den Erwartungen der Druckereien ab. Es darf kein Unterschied erkennbar sein zwischen analog kopierten und digital bebilderten Platten. Maschinen mit kleinem Format erfordern Plattenstärken von 0,15 bis 0,20 Millimeter. Beim Mittelformat gehören die Platten mit 0,30 Millimeter und beim Großformat ab 100 - 140 Zentimeter Platten mit 0,40 Millimetern zum Standard.
Duroplast Die Gruppe der Duroplaste, oft auch als Duromere bezeichnet, beinhaltet Kunststoffe, die durch chemische Reaktion erstarren. Sie reagieren meist mit einer Polykondensation und vernetzen zu einem räumlich engmaschigen Gitter aus Makromolekülen, das dem Duroplast seine hohe mechanische Festigkeit verleiht. Dieses Aushärten mittels Strukturveränderung des Moleküls ist nicht umkehrbar.
Im Gegensatz zu den Thermoplasten lassen sich Duroplaste nicht aufschmelzen, denn sie sind bis zur Zersetzungstemperatur starr.
Zu den Duroplasten gehören z.B. Phenolharze, Melaminharze, die Polyurethane und Oberflächenlacke für Kunststoffteile
Vorteilhafte Eigenschaften:
Duroplaste kennen keinen Erweichungsbereich, der Werkstoff behält auch bei hohen Temperaturen seine Festigkeit und verfügt über eine hohe Wärmeformbeständigkeit. Duroplaste zeichnen sich durch ihre Härte und Steifigkeit aus. Der geringe Ausdehnungskoeffizient bringt eine hohe Maßstabilität. Auch das Brandverhalten von Duroplasten ist vorteilhaft
Dye Tinte Dye (Farbstoff) Tinte findet Verwendung im Bereich wasserbasierender Inkjet-Plotter, zeichnet sich gegenüber der UV-Tinte (Pigmenttinte) dadurch aus, dass ihr Farbraum und die Farbbrillanz höher ist. Allerdings bei geringerer UV-Beständigkeit im Outdoorbereich. Man verwendet sie sowohl bei thermo- als auch piezoelektrischen Inkjetplottern.
E
Elastizität Fähigkeit eines Körpers, eine aufgezwungene Formveränderung nach Aufhebung des Zwangs rückgängig zu machen
Elastomer Die Gruppe der Elastomere zeichnet sich dadurch aus, daß sie sich bereits bei geringer Kraftwirkung dehnen und biegen lassen und ohne Krafteinwirkung wieder zurückstellen, also ihre ursprüngliche Form einnehmen. Sie sind Makromoleküle, die lediglich durch wenige chemische Vernetzungsbrücken miteinander verbunden sind
Emulsion Mischung zweier Flüssigkeiten, die sich nicht ineinander auflösen
Expansion (thermische) Ausdehnung durch Wärmezufuhr
Extruder Maschine zur kontinuierlichen Herstellung thermoplastischer Kunststoffe
Thermoplastische Kunststoffe werden in Extrusionsstraßen kontinuierlich zu endlos geformten Präzisionsprofilen oder zu Halbzeugen in Form von Rundstäben und Flachstäben extrudiert.
Als Rohware werden granulatförmige oder pulverförmige Thermoplaste verarbeitet.
Das Verfahren der Schneckenextrusion
In einer kontinuierlich arbeitenden Plastiziereinheit wird die Formmasse eingezogen, verdichtet, aufgeschmolzen und weiter homogenisiert.
Die Förderleistung der Schnecke in der Plastifiziereinheit baut zudem den Verformungsdruck auf. Stetig drückt die Schnecke die hochviskose Schmelze aus der Plastifiziereinheit in die Extrusionsdüse. Diese Düse ist so gestaltet, dass die Schmelze allmählich in die gewünschte Profilform überführt wird. Das Profil erhält seine Gestalt. Die Folgeeinrichtung der Extrusionsstraße besteht aus Kalibrierung, Kühlung, Abzugseinheit, Sägen und Ablege- oder Aufrolleinrichtung.
Hochmolekulare Werkstoffe, die sich nicht aufschmelzen lassen, werden in einem speziellen Press-Sinterverfahren, der Ram-Extrusion verarbeitet
F
Farbabstand Dass der Farbabstand nicht stimmt, fällt immer dann auf, wenn die Vorlage und das reproduzierte Bild farblich voneinander abweichen. Ein kritischer Richter über die Farbgenauigkeit ist dabei das menschliche Auge. CIELab, der größte Farbraum kommt dem Farbempfinden des Menschen am nächsten. Deshalb dient er den Farbmessgeräten als Grundlage. Die Farbabstände werden hier als Delta-E angegeben. Durch diese Norm lassen sich Farbverschiebungen geometrisch darstellen und rechnerisch ausgleichen.
Farbmanagement Das Thema füllt Bücherregale. Auf einen Nenner gebracht, geht es darum, Farben zu messen. Mit ihnen gehen Monitore, Scanner und Drucker jeweils anders um. Spezialsoftware hilft, die Farbräume der Geräte unter einen Hut zu kriegen. Alles für das eine Ziel, ein Bild so zu reproduzieren, dass es vom Auge als Originalbild identifiziert wird. 
Farbmaßzahl Drei Farbmaßzahlen beschreiben die Farbvalenz als Zahlenwerte: X, Y und Z. Sie wurden von der französischen Kommission CIE in der Normfarbtafel festgelegt. Jede Farbart findet dabei als Farbton und Sättigung einen Platz in einem Koordinationssystem. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass Farbzusammensetzungen wiederhol- und einstellbar sind.
Farb- oder Geräteprofil Damit Farbmanagement-Software Programme arbeiten können, werden die Farben eingemessen und auf die Farbräume der Geräte abgestimmt. Für das Einstellen oder Kalibrieren wird auf Geräteprofile zurückgegriffen. In ihnen finden sich Informationen über das Farbverhalten eines Gerätes. Da das CIELab/Lab-Farbsystem geräteunabhängig ist, kann es für die Beschreibung von Monitoren, Scannern und Druckern verwendet werden.
Farbstofftinten Die Farbstofftinten - englisch: Dye-based Inks - bestehen im wesentlichen aus Farbstoffen, die sich im Wasser auflösen. Die UV-Beständigkeit der Tintenart ist relativ gering. Deswegen verwendet man sie für Drucke, die in Innenräumen aufgehängt werden. Im Außeneinsatz finden sie ohne Schutz durch ein Laminat wenig Verwendung.
Farbtiefe Sie steht für die Anzahl der Bits, mit der die Helligkeitswerte übertragen werden. Je höher der Wert liegt, desto mehr Farben lassen sich unterscheiden. Hinter einer Farbtiefe von 24 Bit verbergen sich 16,7 Farben.
Farbvalenz Damit ist die Wirkung gemeint, die ein Farbreiz aufgrund seiner Strahlung auf die Rezeptoren des Auges ausübt. Es entsteht ein bestimmter Farbeindruck. Wiederholt sich die Farbvalenz, ruft sie beim Betrachter immer dieselbe Farbempfindung hervor. Die Voraussetzung für dieses wiederkehrende Erlebnis ist ein konstantes Umfeld. Um die Farbvalenz zu beschreiben, verwendet man Farbmaßzahlen.
Fehler bei der Bildschärfe Unerwünschte Nebeneffekte beim Scharfzeichnen sind Sprenkel, Tüpfel, Lichthöfe und Moirés. Sprenkel (Mottling) und Tüpfel (Speckling) können bei Bildern mit geringen Tonwertschwankungen wie Schatten, Hauttönen, Nebel auftreten. Mottling- und Speckling-Effekte lassen sich vermeiden, wenn man den USM-Schwellwert erhöht.
Ein Moiré ist ein Störmuster, das entsteht, wenn sich Punkt- oder Linienraster mit unterschiedlichen Winkeln überlappen. Es ist meistens die Folge, wenn gerasterte Vorlagen eingescannt werden. Werden gerasterte Bilder zu scharf gezeichnet, können Lichthöfte um jeden einzelnen Punkt  entstehen. Abhilfe in beiden Fällen schafft, wenn die Optik vor dem Scannen mit einem Software-Schleierfilter entrastert wird.
Film entweder als Klarsichtfilm oder als Photoglossy (seidenmatt, matt) Materialien
Finishing Das Finishing fungiert als Oberbegriff. Es umfasst die gängige Weiterverarbeitung wie das Falzen, Aufdoppeln, Perforieren, Stanzen und Leimen. Übernimmt die Druckmaschine die Zusatzleistungen, spricht man von In-line Finishing. Werden spezielle Maschinen eingesetzt und separate Arbeitsschritte notwendig, läuft der Vorgang unter Off-line Finishing. Stark im Trend liegen Duftstoffe und Rubbelfelder, die dem Leim beigemischt oder extra auflackiert werden.
Fotopapier Fotopapier ist ein speziell mit Kunststoff beschichtetes Papier, auf welchem fotorealistische Ausdrucke gestaltet werden. Diese Ausdrucke können nach neuer Technologie auch Outdoor- und kratzfest sein
G
Gamma Das Gamma ist das Verhältnis der Tonwerte einer Bilddatei und den tatsächlichen Farbwerten von Monitoren, Scannern und Druckern. Es lässt sich einstellen oder kalibrieren. Beim Monitor, zum Beispiel, über ein zusätzliches Messgerät, das die Werte auf der Bildschirmoberfläche misst. Bei Scannern verwendet man Farbreferenzvorlagen. Die Wertverschiebungen können verschiedene Ursachen haben wie Alter, Temperatur und Umgebung. Kalibrierte Geräte erleichtern das Einschätzen von Farbwerten. So kann der Anwender eines kalibrierten Monitors die Qualität eines Scans bereits am Monitor anhand der Vorschau beurteilen.
Gamut Farbumfang oder die Gesamtzahl der Farben, die reproduziert werden können. Den größten Farbraum besitzt das menschliche Auge. Dann kommen die Monitore und zuletzt die Druckgeräte. Bildschirme arbeiten mit dem Rot-Grün-Blau-Spektrum (RGB), das größer ist als der CMYK-Farbraum der Ausgabegeräte. Zum Drucken werden die Farben, die außerhalb eines Freiraumes liegen, in den druckbaren Bereich verschoben. Dieser Vorgang heißt Gamut Mapping.
gegossen gegossene Vinyle sind geschmeidig, formstabil verwendbar, für den langfristigen Outdooreinsatz gedacht, beschichtet bis zu 3 Jahre, unbeschichtet bis zu 10 Jahre
Gelierschicht Schutzschicht, welche man vielfach auf Polyester-Formteilen vorfindet
Gleitmittel Zusatz, um die Verarbeitung per Extruder bzw. Spritzgußmaschine zu vereinfachen
Granulat Mischung aus Körnern
H
Halbzeug Halbzeuge sind Rundstäbe, Hohlstäbe, Flachstäbe, Platten und Folien die durch spanabhebende Bearbeitung zu Fertigteilen werden
Heißaufziehpresse Die Maschine übernimmt das Aufkleben von Postern auf Platten und anderen starren Materialien. Die Drucke, die auf der Rückseite mit einer trockenen Klebeschicht versehen sind, werden über die Platte gelegt. Die beheizbaren Rollen pressen das Bild auf den Untergrund. Der Klebstoff schmilzt und sorgt dafür, dass der Druck und der Untergrund eine Einheit bilden.
hydrophil wasseranziehend 
hydrophop wasserabstoßend
hydroscopisch wasseraufnehmend
I
ICC Profil ICC = Internationaler Standard für Fachkräfte
J
JPEG Gerade digitale Abbildungen haben oft eine Größe von mehreren Megabyte. Für den Transport auf Datenträgern und im Internet sind allzu große Dateien hinderlich. Abhilfe schafft hier das JPEG-Format (Joint Photographic Experts Group). Es speichert Bilder nicht nur, sondern reduziert die Datenmenge. Wird höher als um den Faktor 1:10 komprimiert, gehen Bildinformationen verloren. Um den Unterschied vor dem Auge zu verbergen, konzentrieren sich die Bildverluste auf die Farbbestandteile. Denn der Mensch nimmt fehlende Farbinformationen weniger wahr als Veränderungen in der Helligkeit.
K
Kalande Zusammenstellung von Walzen zur Folienherstellung
Kalibration Setzt sich aus ICC Profil, Weißwertmessung des Mediums, Inklimit und einer Graubalance zusammen
Kaschieren Darunter versteht man, einen Druck vollflächig auf eine Kunststoffplatte aufzuziehen. Wörtlich: Die Platte hinter einem Druck zu verbergen (vom französischen "Cacher" für verstecken). Dazu sollten die Drucke selbstklebend ausgerüstet sein. Die Klebeschicht verbindet sich durch Druck und/oder Hitze mit dem Untergrund.
Kaschiermaschine Laminator (heiß und kalt)
Katalysator Stoff, der durch seine Anwesenheit chemische Reaktionen herbeiführt, oder in ihrem Verlauf beeinflußt, selbst jedoch unbeeinflußt bleibt
Kerbschlagzähigkeit Beständigkeit gegen einen Schlagversuch auf einen standardisierten gekerbten Probestab nach IZOD oder Sharpy-Methode
Kerndurchmesser Es gibt 2 verschiedene Kerndurchmesser; 76mm = (3") und 57mm = (2"), alle anderen sind teure Sonderlösungen
Klarsichtig Der Kunststoff ist lichtdurchlässig und durchsichtig - ähnlich wie Glas
Kleber auf Laminaten u. Doppelkl. lösemittelhältiger Acrylatkleber (outdoorbeständig), Kautschukkleber, Dispersionskleber
Kohäsion der innere Zusammenhalt der Moleküle eines Materials
Komprimierung Bilddaten brauchen viel Speicherplatz. Um so viele Fotos wie möglich auf eine Speicherkarte zu bringen, komprimiert man die digitalen Informationen. Das gängigste Verfahren ist JPEG.
kristallin regelmäßig gegliederte Moleküle, wodurch eine hohe Materialdichte erreicht wird
Kunststoff Kunststoffe sind vielfältig einsetzbare, makromolekulare Werkstoffe, die durch chemische Verfahren künstlich hergestellt werden. Diese organischen Werkstoffe kommen also in der Natur nicht vor.
Ihre vielfältigen Eigenschaften beruhen auf deren strukturellen Aufbau, dem Grad der Vernetzung ihrer Moleküle und auf deren chemischen Zusammensetzung.
Die chemische Industrie bietet heute 50 verschiedene Sorten, und jede dieser Sorte umfasst wiederum eine große Zahl verschiedener Typen.
Es werden drei Kunststoff-Gruppen unterschieden:
Thermoplaste, Duroplaste und Elastomere
L
Laminat Schichtpreßstoff aus Kunstharz
Laminate heiß Polyester, PE, aluminisiert (Hintergrundlaminate) Crystalin, Vinyl - alle in monomere, polymer kalandriert oder gegossen
Laminate kalt (Kaschierfolie) Vinyl, Polyester, PE, kratzfest, Crystalin, Antigraffiti beschichtet, rutschfest
Laminieren/Kaschieren Unter Laminieren versteht man das Überziehen eines Ausdruckes mit einer Kunststofffolie oder Papier in heißer oder kalter Form, um diese gegen Wetter- und Lichteinflüsse zu schützen bzw. die Oberfläche zu veredeln oder mittels eines Doppelklebefilms das Druckmedium auf ein festes Medium aufzubringen (Alu-, Polyester- oder Kappaplatten)
LFP LFP steht für Large-Format-Printing (auch WFP - Wide-Format-Printing) und beschreibt die Art eines Druckers, der mit Rollenmedien mit einem Format ab 914 mm - 5.000 mm Breite bestück wird und im Solvent, fotochemisch oder mittels Inkjettechnologie betrieben wird. Dient hauptsächlich für Drucke im Outdoorbereich.
M
Masterbatch Masterbatche sind Additive oder oftmals Farbmittel, die in hoher Konzentration in polymere Träger eingebunden sind. Diese Masterbatche werden während der Verarbeitung in andere Kunststoffe eingemischt, damit diese die geforderte Farbe oder Eigenschaft erhalten.
Masterbatche erhöhen die Prozesssicherheit und sind gut zu verarbeiten
Materialprüfung Es gibt zwei Methoden:
Destruktiv, wobei das geprüfte material beschädigt oder zerstört wird
Nicht Destruktiv, das Material bleibt intakt
Die letzte Methode kann auf unterschiedliche Weise erfolgen wie z.B. Röntgenuntersuchungen, Ultraschall mit Gammastrahlen oder Magnetfeldern
Maßeinheit für Materialstärke im Kunststoffbereich - 1mµ = ca. 0,001mm
Medien Unter Medien verstehen wir alle Druckträger, auf denen gedruckt werden kann - Papiere, Folien, Textilien etc.
Megapixel Ein Wort, das gerade zur Zeit in aller Munde ist. Wieder hat es mit der Auflösung von Digitalkameras zu tun. "Mega" kommt aus dem Griechischen und wird als Maßeinheit für eine Million verwendet. Spricht man von Megapixel, meint man eine Million Pixel und mehr. Diese Zahl dient als Richtwert für eine Bildauflösung, die das Ausdrucken von digitalen Bildern sinnvoll macht.
metallisieren Das Aufbringen einer Metallschicht auf eine Kunststoffplatte oder einen Gegenstand, meistens mit Chrom, Kupfern oder Nickel und zwar durch Bedampfen unter Vakuum oder galvanisieren
Migration Übergang eines Stoffes - meistens Weichmachern - aus einem anderen Material
Molekulargewicht Summe der Atomgewichte der in einem Molekül enthaltenen Atome
monomer aus einzelnen, voneinander getrennten, selbständigen Molekülen bestehend
monomer kalandriert Vinyl Folien beschichtet oder unbeschichtet - kurzfristiger Outdooreinsatz - großer Schrumpf des Materials
O
opal milchig durchscheinend
Opak Der Kunststoff ist lichtundurchlässig und undurchsichtig
OPI OPI steht für Open Prepress Interface. Dahinter verbirgt sich ein Verfahren, das den Umgang mit hoch aufgelösten Bilddaten in der digitalen Vorstufe beschreibt. Die Originaldaten von hoch aufgelösten Bildern liegen auf den OPI-Server. Er erstellt von jeder abgelegten Datei eine Variante in niedriger Auflösung, mit der in den Layoutprogrammen gearbeitet wird. Der Effekt: Das Netz muss während der Layoutphase weit geringere Datenmengen transportieren. Das spart Zeit und hält Ressourcen frei. Erst wenn die Seiten endgültig stehen und zum elektronischen Rastern gehen sollen, werden die niedrig aufgelösten Daten durch die Originaldaten ersetzt. Das Verfahren stammt von der Firma Aldus in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Linotype Hell.
orientieren das Anordnen der Moleküle zur Vergrößerung der Stärke
P
Pass Der englische Begriff steht für die Anzahl der Durchläufe, die der Druckknopf für den optimalen Farbauftrag benötigt. Im Single-Pass-Modus sprühen die Düsen über die gesamte Breite des Druckkopfes. Die Faustregel lautet: Je niedriger der Pass-Modus desto größer ist die Druckbreite pro Kopfdurchgang. Je höher der Pass-Modus desto öfter muss der Druckkopf hin- und herfahren, um die gewünschte Auflösung zu erreichen. Denn in den höheren Passes sind nicht alle Düsen aktiviert, sondern nur ein Teil. Dadurch wird das Druckbild insgesamt homogener.
PDF Das PDF-Format oder Portable Document Format hat der US-Konzern Adobe für die Software Acrobat entwickelt. Das Programm war anfangs ausschließlich zum Transportieren von Dokumenten über Datennetze gedacht. Die Schriften, Grafiken und Bilder sind in eine Datei eingebunden. Zusätzliche Informationen in Extra-Dateien fallen weg. Ursprünglich ging das Programm über die niedrige Auflösung von 72 dpi nicht hinaus. Sie eignet sich jedoch nur für das Senden von Dateien und das Darstellen am Bildschirm. Heute ist Acrobat bereits in der Version 4.0 erschienen und liefert hohe Auflösungen genauso wie Farbseparation und Rasterung.
PE Polyethylen kann Druckmedium oder Laminat sein
PET Polyester (umgangssprachlich = Poly) = Druckmedium
Piezo Auch hier fliegt die Tinte aus der Tinenkammer: Diesmal jedoch ausgelöst durch einen elektrischen Impuls. Er bringt ein Metallmembran zum Schwingen. Sie ist für das Herausschleudern der Tinte verantwortlich. Die Technik nutzt statt des Erhitzens der Tinte deren mechanische Beschleunigung. Das schont die Druckköpfe und hält sie länger im Einsatz als beim Thermal-Inkjet-Verfahren. Die Fachwelt streitet sich bis dato, ob Piezo oder Bubblejet die Nase vorn haben.
Pigmenttinte Die Pigmenttinte zeichnet sich durch höhere UV-Beständigkeit aus, hat aber einen stumpferen Farbcharakter als die Dye-Tinte; durch eine höhere Farbstoffpigmentierung somit auch einen geringeren Farbraum
Pixel/PPI Das Wort ist eine Abkürzung aus dem Englischen und steht für Picture Element oder übersetzt: Bildelement. Damit ist die kleinste Dateneinheit gemeint, mit der Bilder elektronisch beschrieben und von digitalen Bildbearbeitungssystemen eingelesen, bearbeitet und ausgegeben werden.
Digitale Bilder bestehen aus Pixeln, die sich gegenseitig berühren. Jedes Pixel weist einen bestimmten Farb- oder Tonwert auf. Das Auge setzt die unterschiedlich gefärbten Pixel zu Gesamtbildern zusammen. Das Kürzel PPI steht für Pixel pro Inch (Zoll). Es gibt die Auflösung der Eingabehardware wie Scanner, Digitalkameras und Monitore an.
Pixel-Skipping Müssen Bilder verkleinert werden, steigt ihre Auflösung. Optisch macht das nichts aus, für die Ausgabe am Drucker können die hohen Auflösungen ein Problem ergeben. Das Verkleinern von Bildern, ohne Qualitätsverluste zu riskieren, wird Pixel-Skipping genannt. Bestimmte Pixel aus dem gesamten Bild werden weggelassen. Diese Aufgabe übernimmt der Rechner. Das Hinzufügen von Bildpunkten für eine höhere Auflösung heißt Resampling oder Interpolation.
Plastizität Formbarkeit unter Druck und Wärmeeinfluss
Polyamid (PA) Polyamide sind eine Gruppe von Werkstoffen, deren Eigenschaften vom harten und zähen PA6.6 bis zum weichen flexiblen. PA12 variabel sind. In der Hydraulik werden die harten und zähen Typen, je nach Beanspruchung, z. B. mit Glasfaser gefüllt. Aus der Bezeichnung ist in der Regel die Härte, die Art der Füllung und die Farbe ersichtlich. Beständig gegenüber allen in der Hydraulik eingesetzten mineralölhaltigen Schmierstoffen und allen Druckflüssigkeiten, wässrigen (verdünnten) Laugen und Alkoholen
Polycarbonat (PC) ist ein transparenter, äußerst schlagzäher Thermoplast, und wird als Halbzeug in klarer Ausführung am häufigsten verwendet. Bemerkenswert ist - nebst den guten dielektrischen Eigenschaften - seine Verwendbarkeit bei tiefen und hohen Temperaturen (-90 bis +135°C). PC wird klartransparent hergestellt und bietet dabei das Höchstmass an Schlagzähigkeit aller transparenten Thermoplaste. PC kommt für Gleitfunktionen nicht in Frage
Seine wichtigsten Eigenschaften sind:
extrem hohe Schlagfestigkeit, hohe Festigkeit, hohe Temperaturbeständigkeit,
gute optische Eigenschaften und selbstverlöschend
Polyethylen (PE) Das Ausgangsmaterial zur PE-Produktion ist das Gas Ethylen, das aus Erdöl und aus Erdgas gewonnen wird. Eigenschaften: PE unterscheidet man je nach Herstellungsverfahren in PE niedriger Dichte (LD-PE) und PE hoher Dichte (HD-PE). Ältere Bezeichnungen für LD-PE sind Hochdruck- oder Weich-PE.; für HD-PE Niederdruck- oder Hart-PE. PE hat eine sehr geringe Wasserdampfdurchlässigkeit; die Diffusion von Gasen, Aromastoffen und etherischen Ölen ist hingegen relativ hoch. Toxikologie und Umweltverträglichkeit: Da das Monomer Ethylen ungiftig ist, ergibt sich bei PE für den Verbraucher keine gesundheitlichen Probleme durch Restmonomergehalte. Toxikologisch bedenklich sind die dem PE zugesetzten Additive. Im Vergleich zu anderen Kunststoffen wie PVC ist der Anteil an Additiven in PE mit ca. 5 % gering. Bei der Verbrennung von PE entstehen Kohlendioxid, Kohlenmonoxid, Wasser und Stickoxide. PE ist biologisch nicht abbaubar. Insgesamt ist PE genau wie Polypropylen ein Kunststoff, der in bezug auf Toxikologie und Umweltbelastung bei der Produktion, Verbrennung / Deponierung wesentlich weniger Probleme bereitet als z. B. PVC oder Polystyrol
Polyethylenterephthalat (PET Polyethylenterephthalat (Kurzzeichen PET) ist ein durch Polykondensation hergestellter thermoplastischer Kunststoff aus der Familie der Polyester. Die Monomere, aus denen PET hergestellt wird, sind Terephthalsäure (1,4-Benzoldicarbonsäure) und Ethylenglykol (1,2-Dihydroxyethan, 1,2-Ethandiol). PET wird in vielen Formen verarbeitet und vielfältig eingesetzt. Zu den bekanntesten Verwendungszwecken zählt die Herstellung von Kunststoffflaschen (Herstellungsverfahren Spritzblasen, Streckblasen) aller Art und die Verarbeitung zu Textilfasern. Auch zur Herstellung von Filmmaterial, wie es im Kino verwendet wird, wird PET verwendet. Bereits seit den 1950-er Jahren wird PET zur Herstellung sehr dünner Folien benutzt. PET hat einen eigenen Kunstharz-Identifikationscode, der das Recycling von PET-Verpackungen erleichtern soll.
Als Textilfaser (Polyester) wird PET wegen verschiedener nützlicher Eigenschaften eingesetzt. Es ist knitterfrei, reißfest, witterungsbeständig und nimmt nur sehr wenig Wasser auf. Letzteres prädestiniert PET als Stoff für Sportkleidung, die schnell trocknen muss.
Auch in der Lebensmittelindustrie wird PET bevorzugt eingesetzt. Es kann amorph verarbeitet werden und ist in dieser Form absolut farblos und von hoher Lichtdurchlässigkeit. Es wird für Lebensmittelverpackungen und Flaschen eingesetzt wie  z. B. die PET-Flasche. Wegen seiner guten Gewebeverträglichkeit wird PET auch als Werkstoff für Blutgefäßprothesen eingesetzt.
Ein großes wichtiges Anwendungsgebiet für Polyethylenterephthalat (PET) sind Folien, die heute in Dicken von 1–500 µm hergestellt werden. Die Anwendung geht über Dünnstfolien für Wickelkondensatoren, Schreibmaschinenbänder, Prägefolien, Verpackungsfolien für aromadichte Verpackungen, Möbelfolien, eingefärbte Lichtschutzfolien, Fotofilm, Röntgenfilm, Elektroisolierfolie, Ankernutisolierfolie bis zur Folie für Teststreifen in der pharmazeutischen Industrie. Ein großes Anwendungsgebiet waren auch Trägerfolien für Audio- und Videobänder.
Polymerisation
Polymer
Zusammensetzung einzelner kleiner Moleküle zu sehr großen Verbindungen aus Riesenmolekülen
polymer kalandriert Vinyl Folien beschichtet oder unbeschichtet für mittelfristigen Einsatz Outdoor
Polyoxymethylen (POM) lagzähigkeit auf. Es ist deshalb ein bevorzugter Werkstoff für den Präzisions-Maschinenbau und Apparatebau. Seine Eigenschaften für Gleitfunktionen sind bemerkenswert. Durch seine hohe chemische Beständigkeit soll vom Kleben abgesehen werden
Polypropylen (PP) PP ist ein dem Hart-PE eng verwandter thermoplastischer Kunststoff, der u. a. zur Herstellung von Spritzgußteilen, Fasern, Thermoformteilen und Halbzeugen verwendet wird. Im Gegensatz zu Hart-PE zeichnet PP sich durch eine höhere Härte und Steifigkeit aus. PP zeichnet sich durch eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Chemikalien aus. PP sollte nicht bei Temperaturen um den Gefrierpunkt eingesetzt werden, da der Werkstoff versprödet
Polystyrol (PS) Standard Polystyrol ist ein harter und formstabiler, aber spröder Thermoplast. Auffällig ist der brilliante Oberflächenglanz. Er gehört zu den preisgünstigsten Kunststoffen und wird aus diesem Grund für spritzgegossene Massenartikel des täglichen Bedarfs sowie als Wegwerfprodukt eingesetzt. Für die technische Verwendung kommt PS auf Grund seiner guten dielektrischen Werte vorwiegend in der Elektrotechnik zum Einsatz. PS lässt sich problemlos kleben. Gegenüber Säuren, Laugen und Alkohol ist Polystyrol beständig. Es wird jedoch von vielen unpolaren Lösungsmitteln angegriffen
Polytetrafluoraethylen (PTFE oder Teflon®) Hochtemperaturbeständiger thermoplastischer Werkstoff, Eigenschaften: niedrigster Reibungskoeffizient aller Kunststoffe (ungefülltes PTFE), fast kein Unterschied zwischen statischen und dynamischen Reibungskoeffizienten (kein „Stick-Slip”), hohe Wärmedehnung, hohe Dauerwechselfestigkeit, Temperaturbereich von -200° C bis 250° C, geringe Druck- und Verschleißfestigkeit bei ungefüllten Typen. Gefüllte Typen, z. B. mit Glasfaser-, Kohle-, Bronze-Füllung, sind wesentlich höher Druckbelastbar und bis zum 100-fachen verschleißfester als ungefüllte
Polyurethan (PU) Polyurethane (PU, DIN-Kurzzeichen: PUR) sind Kunststoffe oder Kunstharze, welche aus der Polyadditionsreaktion eines Polyalkohols mit einem Polyisocyanat entstehen. Charakteristisch für Polyurethane ist die Urethan-Gruppe.
Aus PUR lassen sich sehr einfach Schäume herstellen. Diese sind als Schaumgummi bekannt und werden als Reinigungsschwamm, Matratze, Sitzkissen aber auch zur Isolierung in Gebäuden und Kühlgeräten eingesetzt
Aus PUR werden Matratzen, Schuhsohlen, Dichtungen,Schläuche, Fußböden, Lacke, Klebstoffe, Dichtstoffe, Skier, Autositze, Laufbahnen in Stadien, Armaturenbretter, Vergussmassen und vieles mehr hergestellt.
Polyurethan wird im Bauwesen als 1- oder 2-Komponenten-Schaum (Montageschaum) zum Abdichten von Fugen im Beton vor dem Vergießen, zum Stabilisieren von Fundamenten, zum Anheben von Gebäudeteilen, Fußböden etc. verwendet und beim Einbau von Fenstern und Türen benutzt.
Polyurethan-Hartschaum wird als Isolier- und Dämmschicht in Sandwich-Elementen eingesetzt. Die Elemente bestehen aus einem inneren und äußeren Blech (Alu oder beschichtetes Stahlblech), wobei der Zwischenraum durch den aufquellenden PU-Schaum ausgefüllt wird. Überwiegend werden diese Sandwichelemente im Industriebau bei Systemhallen eingesetzt, da sie vorgefertigt werden und auch schnell montiert werden können. So entstehen in kurzer Zeit Wand- und Dachkonstruktionen, die gedämmt und innen wie außen sofort fertig sind. Auch bei gedämmten Roll- und Schiebetoren (Garagentore) werden Sandwichelemete verbaut..
PU-Hartschaumplatten sind in verschiedenen Dichten verfügbar. Die Produkte sind teils mit Füllstoffen versehen (Glasmikroballons, Aluminiumpulver). Einsatzzweck sind Dämmstoffe sowie der Modell- und Vorrichtungsbau. Der Schaum wird dazu meist spanend bearbeitet.
Polyvinylchlorid (PVC) gehört zu den mengenmäßig am meisten verwendeten technischen Kunststoffen. Auf Grund seiner guten mechanischen Festigkeitswerte, seiner interessanten chemischen Beständigkeit, seiner guten dielektrischen Eigenschaften und seines günstigen Preises sind vielfältige Anwendungsmöglichkeiten gegeben. Das eher ungünstige Gleitreibungs-Verhalten lässt jedoch keine Gleitfunktionen zu. Hart-PVC lässt sich gut kleben.
Printing on Demand Beim Drucken nach Bedarf wird nur das produziert, was benötigt wird. Im Gegensatz zum Offsetdruck fällt hier das aufwendige und kostenintensive Lagern von Drucksachen weg. Dank moderner Digitaldruckanlagen kann dadurch günstiger produziert werden. Prospekte und Mailings bleiben aktuell: Ändert sich der Ansprechpartner oder der Preis, ist die Datei mit ein paar Mausklicks auf den neuesten Stand gebracht. Das Einstampfen von veralteten Ausgaben gehört der Vergangenheit an.
Proof Unter Proofing versteht man den farbverbindlichen Ausdruck auf einem Large-Format-Printer, der dann im Offset-, Tiefdruck, usw. in Massen gedruck wird
Punktzuwachs Ein anderes Wort dafür ist Tonwertzunahme. Bei der Ausgabe auf Druckmaschinen vergrößern sich die Rasterpunkte. Verantwortlich dafür sind Faktoren wie Papiersorte, Farbauftrag und Druckmaschine. Werden sie nicht berücksichtigt, kommt es zu Farbverschiebungen und Details können verloren gehen. Proofausdrucke und die Erfahrung des Druckers beim Einstellen der Maschine schützen vor unerwünschten Druckergebnissen.
R
RAL-Farben RAL-Farben sind Standardfarben gemäß einer Reihe von Farbsammlungen für die Industrie, die das Deutsche Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung herausgibt. Die RAL-Farben haben sich als Standard für Kunststoffteile und Lackierungen durchgesetzt
Rasterweite / LPI Als Rasterweite wird die Anzahl der Reihen oder Linien von Rasterpunkten in einem Rasterbild bezeichnet. Die Linien haben einen bestimmten Abstand, der die Auflösung des Rasterbildes ergibt. Sie wird in LPI angegeben. Eine Rasterweite von 200 lpi ist sehr hoch und wird nur für einen hochwertigen Druck wie für Kunstkataloge verwendet.
RGB Wenn von der additiven Farbmischung die Rede ist, fällt sofort der Begriff RBG-Farbsystem. Die drei Buchstaben stehen für Rot, Grün und Blau. Sie sind die Primärfarben des Systems. Durch das Überlagern oder die Addition der drei Grundfarben entsteht Weiß.
RIP Raster Imaging Prozess; diese Software dient der Umwandlung in ein für den Drucker lesbares Dateiformat. Um die Farbwerte auch für das Druckmedium anzugleichen wird eine Kalibration (= Kalibration, Linearisierung, ICC-Profil) eingespielt.
S
Schlagzähigkeit Beständigkeit gegen einen Schlagversuch auf einen standardisierten Probestab nach IZOD oder Sharpy-Methode
Schmelz-Index Viskositätsmessung in geschmolzenem Zustand, gemessen bei bestimmter Temperatur und Druck
Silikone Je nach Molekülgröße, Verzweigungs- und Vernetzungsgrad unterscheidet man zwischen öl-, harz- oder kautschukartigen Silikonen.
Ihnen gemeinsam sind die hohe Temperaturbeständigkeit, Unlöslichkeit in Wasser und vielen organischen Lösungsmitteln, weitgehende chemische Beständigkeit gegenüber Wasser, Basen und Säuren und die sehr gute elektrische Isolierfähigkeit
spezisfische Wärme die benötigte Temperatur, um 1 Gramm eines Stoffes 1o C in der Temperatur zu erhöhen
Spritzguss die Technik, bei der erwärmtes Kunststoffgranulat durch einen Zylinder in eine Form (Matritze) gepresst wird.
Stabilisator Erhöhung der Hitzebeständigkeit währen Produktion und Anwendungszeit
T
tempern Erreichung der Spannungsfreiheit durch kontollierte Erhitzung und langsame Abkühlung: spannungsfreie Materialien sind stabiler und beständiger
Thermal Inkjet Die Drucktechnik arbeitet im heißen "Blasen" und wird daher auch Bubblejet genannt. Schlagartig auf 400 Grad Celsius erhitzt, verwandeln sich die Tintentröpfchen in Gas und werden dadurch mit hoher Geschwindigkeit aus der Heizkammer geschleudert. Danach muss die Kammer abkühlen und sich wieder mit Farbe füllen. Diese Vorgänge laufen innerhalb von Sekunden-Bruchteilen ab.
Thermoelastische Kunststoffe Die Kunststoffe, deren Makromoleküle aus linearen oder verzweigten Ketten bestehen und durch zwischenmolekulare Kräfte zusammengehalten werden, nennt man Thermoplaste. Die Stärke der zwischenmolekularen Kräfte hängt unter anderem von der Art und Anzahl der Verzweigungen ab. Der Begriff „Thermoplaste” leitet sich aus den Worten thermos (Wärme) und plastisch (formbar) ab, da beim Erwärmen die zwischenmolekularen Kräfte schwächer werden. Dadurch erweicht der Kunststoff und wird formbar. Durch Abkühlen verfestigen sich die Thermoplaste wieder. Beim Urformen durchlaufen sie umkehrbare (reversible) Zustandsänderungen. Verarbeitungsabfall kann regeneriert und erneut über die Schmelze verarbeitet werden, sofern er nicht durch übermäßige Beanspruchung chemisch geschädigt ist. Thermoplaste sind schweißbar. Halbzeug aus harten Thermoplasten kann weitgehend warm umgeformt werden. Thermoplastische Polymere sind – in der Regel – in spezifischen organischen Lösungsmitteln ohne chemischen Abbau löslichThermoelaste sind thermoplastische Kunststoffe, die aus einem Kettenmolekül aufgebaut sind.  Wichtiges Thermoelast ist z.B. das Polytetrafluorethylen (PTFE)
Thermoplast Die Gruppe der Thermoplaste zeichnet sich dadurch aus, dass diese Kunststoffe bei Erhöhung der Temperatur nach Überschreiten des Erweichungspunktes schmelzen, sich warmverformen lassen und nach der Abkühlung wieder erstarren. Der Vorgang ist beliebig oft wiederholbar.
Im Gegensatz zu Duroplasten erfolgt keinerlei chemische Reaktion beim Verarbeiten.
Wichtige Thermoplaste sind z.B. die Polyamide, Polystyrole und Polyethylene
TIFF Das Kürzel steht für Tagged Image File Format. Die Firmen Aldus, Hewlett Packard und Microsoft haben es als Standard-Ausgabeformat von Scannern etabliert. Pixelgrafiken und Bilder werden im Tiff-Format abgespeichert. Sie lassen sich sowohl am Mac als auch am PC lesen. Aktuell gibt es das Tiff-Format in der Version 5.0., in der die Bilder nahezu verlustfrei komprimiert werden und eine Farbtiefe von 24 Bit haben.
Transparenz Die Transparenz ist die Lichtdurchlässigkeit bzw. die Durchsichtigkeit von z. B. Kunststoff. Sie wird in 3 Kategorien unterteilt:
 
Opak:
Der Kunststoff ist lichtundurchlässig und undurchsichtig.
 
Transluszent/Durchscheinend:
Der Kunststoff lässt Licht durch, es wird aber gestreut, so dass vom Kunststoff verdeckte Objekte verschwommen oder überhaupt nicht erkennbar sind.
 
Klarsichtig:
Der Kunststoff ist lichtdurchlässig und durchsichtig - ähnlich wie Glas
Trapping Der Begriff steht für das Über- und Unterfüllen von Farbflächen, um Blitzer auf der Drucksache zu vermeiden. Die fehlenden Farbstellen entstehen, wenn Passkreuze ungenau montiert sind. Die Filme werden manuell oder digital am Bildschirm den Registertoleranzen des jeweiligen Druckverfahrens angepasst. Die Farben müssen dabei entweder verbreitert (überfüllt) oder reduziert (unterfüllt) werden. Am Schluss überlappen sich die neben einander liegenden Farbflächen geringfügig. Inzwischen übernehmen viele RIPs den Vorgang automatisch. Dieser Vorgang heißt In-RIP-Trapping.
Trevira kunststoffbeschichteter Fahnenstoff für wasser oder solvent bedruckbare Medien
U
USM Unscharfmaskierung. Es klingt, als ob das Gegenteil der Fall wäre. Trotzdem, USM ist ein Verfahren, um die Schärfe von Bildern zu erhöhen. Dabei wird der Kontrast an den Kanten erhöht, um diese besser sichtbar zu machen. Das unscharfe Bild wird mit einer noch unschärferen Maske kombiniert, um das Motiv schärfer zu zeichnen. Im Schwellwert wird definiert, welche Pixel in Schwarz und welche in Weiß umgesetzt werden und letztendlich, bei welchen Tonwertkontrasten das Scharfzeichnen einsetzt.
UV-Absorber Zusatz, durch den Materialien entsprechende Beständigkeit gegen die Abbauwirkung von UV-Strahlen erhalten
V
vakuumformen das Formen erwärmter Kunststoffplatten in einer Matritze
Verzögerer Zusatz, welcher die chemische Reaktion bzw. Trocknung verzögert
W
Weißbruch Viele amorphe Kunststoffe zeigen während einer Verstreckung eine Weißfärbung in einzelnen Bereichen. Diese Erscheinung bezeichnet man als Weißbruch.
Weißbruch sind mikroskopisch kleine Bereiche, deren Begrenzungsflächen mit einzelnen extrem verstreckten Materialsträngen überbrückt sind. Weißbruch ist eine Vorschädigung des Materials und kann der Beginn eines Bruches sein
Wet Transfer System (WTS) Der Begriff fällt im Zusammenhang mit dem Nasstransfer von Elektrostatendrucken. Das seitenverkehrt gedruckte Motiv muss vom Transferpapier auf den Originaluntergrund übertragen werden. Erst befeuchtet löst es sich vom Trägerpapier. Die Tonerschicht wird auf opake Folie gezogen und mit einem klaren Schutzfilm laminiert. Für diese Vorgänge kommen Kaschier- und Laminieranlagen zum Einsatz.
X
Xenontest künstlich beschleunigter Test zur Bestimmung der UV-Beständigkeit und Lebensdauer