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Papier & Druck Lexikon

Dieses Verzeichnis von Fachausdrücken rund um Druck und Papier soll eine wertvolle Hilfe für alle sein, die mit dem Werkstoff Papier zu tun haben.

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A zum Seitenanfang
Abpudern Einstäuben der Druckbogen mit Talkum, Magnesia o.ä. - um Verwischen zu verhindern.
Acetatfolie Glasklarer Kunststoff in matt und glänzend
Acetatseide Hochglänzendes, veredeltes Kunstseidengewebe mit hoher Opazität
AOX(adsorbierbare organische Halogenverbindung) Der AOX-Wert gibt den Chloranteil pro Tonne Zellstoff im Abwasser an.
z.B. unter 0,5 kg AOX je Tonne = chlorfrei
     über 0,5 kg AOX je Tonne = chlorarm (bis ca. 2,0 kg)
Arbeitsbreite Maximale, zur Produktion ausnutzbare Maschinenbreite
Aufstoßen Gleichstoßen von Bogen, Blättern o.ä. – für exaktes Übereinanderliegen.
Aufzug Elastische, aus verschiedenen Materialien bestehende Lage auf dem Drucktiegel als Mittler zwischen den starren Körpern des Drucktiegels.
Aufzugdicke Nennmaß für die Gesamtdicke aller zum Aufzug gehörenden Teile einschließlich der Dicke des zu bedruckenden Papiers.
Ausbluten Auflösen der Farbpigmente der Druckfarbe unter Einwirkung von Lacken und Lösungsmitteln
Ausbrechen Ablösen des Abfalls vom ausgestanzten Nutzen
Ausdrucken Beenden des Druckes der gesamten/bestellten Auflage.
Auseinanderlegen Sortieren von paarweise im Stapel übereinanderliegenden, auf Rotationsmaschinen gedruckten Buchbinderbogen
B zum Seitenanfang
Bestäuben (Druckbestäuben) Aufbringen einer Spritzemulsion bzw. eines Trockenbestäubungsmittels auf die Druckbogen um ein Abliegen zu verhüten.
Blatt-Formation Die Blatt-Formation gibt Auskunft darüber, wie die Fasern in einem Blatt Papier verteilt sind. Man kann diese Formation, auch Wolkigkeit genannt, im Gegenlicht sehr gut erkennen. Je höher die Qualität eines Papiers, desto regelmäßiger und dichter sind die Fasern verteilt. Dies ist auch wichtig für die Anwendung im Laserdrucker: eine schlechte Faserverteilung und damit hohe Wolkigkeit ermöglicht oftmals keine gleichmäßige Tonerhaftung.
Biegeprobe Methode zur Bestimmung der Maschinenlaufrichtung von Papier, Karton und Pappe.
Bruchholz Auch Kalamitätsholz genannt, entsteht z.B. dadurch, dass ein Unwetter den Forst verwüstet, Äste oder ganze Bäume abbricht ("Windbruch") oder im Winter Äste und auch ganze Bäume durch das Gewicht des auf ihnen lastenden Schnees abbrechen ("Schneebruch"). Die sehr kostspieligen Aufräumungsarbeiten - als Voraussetzung zur Wiederaufforstung und als Schutz gegen Insektenbefall und Waldbrände - sind nur zu finanzieren, wenn sich Käufer für die Abfallhölzer finden. Verwertet wird das Bruchholz nur in der Zellstoff- und Papierindustrie sowie bei der Spanplattenherstellung, die damit einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung des Waldes leisten.
C zum Seitenanfang
CB/CFB/CF Funktionshinweis für selbstdurchschreibende Papiere:
 C = coated  (gestrichen)
 F = front      (Vorderseite)
 B = back     (Rückseite)
Rückseitenstrich mit Mikrokapseln und Farbgeberschicht, Vorderseitenstrich mit Farbnehmerschicht
Chromopapier Holzhaltiges und holzfreies, einseitig gestrichenes Etiketten-, Bezugs- und Einschlagpapier
Chromoersatzkarton Mehrlagiger Duplex- oder Triplexkarton mit meist holzfreier,vollgeleimter Decke
Crack-Back Herstellerbezeichnung für patentiertes Abdeckpapier von Haftklebematerialien, das nach dem Umbiegen an vorbehandelten Sollbruchlinien aufbricht
D zum Seitenanfang
Doppelt gestrichen Druckpapier mit Vorstrich (Papiermaschine) und Hauptstrich (separater Streichmaschine)
Dreifach gestrichen Druckpapier mit Vorstrich (Papiermaschine) und 2 x Hauptstrich (separater Streichmaschine)
Druckabwicklung Abrollen des Druckzylinders und des anliegenden Bedruckstoffes auf der Druckform bei Druckmaschinen, die nach dem Prinzip Zylinder gegen Fläche oder Zylinder gegen Zylinder gebaut sind.
Druckbogen Erzeugnis der Prozeßstufe Auflagendruck bei Verwendung von Bogendruckmaschinen oder Rollendruckmaschinen, bei denen die Papierbahn nach dem Bedrucken zu Bogen getrennt wird.
Druckdichte Verhältnis der druckenden zu den nicht druckenden Stellen innerhalb einer Druckform
Drucken im Schön- und Widerdruck Bedrucken der Filz- und Siebseite eines Papierbogens- oder -bahn mit verschiedenen Druckformen.
Drucken zum Umschlagen Bedrucken der Filz- und Siebseite eines Papierbogens mit derselben Druckform
Druckermarken Aus den Hausmarken der Druckerfamilien entwickelte Zeichen, die schon von Fust und Schöffer zur Kennzeichnung ihrer Drucke verwendet wurden.
Druckfläche Die von einer Druckmaschine maximal bedruckbare Fläche.
Druckform Teilerzeugnis der polygraphischen Industrie, von dem in allen Druckverfahren unter Verwendung von Farbe der Abdruck auf den Bedruckstoffen erfolgt.
Druckformvorbereitung Abteilung, die für den Fortdruck erforderliche Vorarbeiten ausführt um den Stillstand der Druckmaschinen wesentlich zu verringern
Dünndruck Leichtgewichtiges, portogünstiges, wenig durchscheinendes Papier
Duplexkarton Karton aus zwei verschiedenen Lagen gefertigt
Duplexdruck Einfachste Art des Farbdrucks mit Autotypie. Von der Vorlage werden Autotypien ohne Farbausfilterung aber mit verschiedenem Rasterwinkel angefertigt.
Durchschlagen Entsteht durch schlechte Farbqualität oder falsche Papiersorten - die Druckfarbe dringt dabei durch das Papier und wird auf der Rückseite sichtbar.
E zum Seitenanfang
ECF (elementar chlorfrei) Bei der Zelluloseerzeugung werden nur geringe Mengen Chlorverbindungen verwendet, solche Papiere werden als „chlorarm“ bezeichnet.
Egoutteur Wird auch als Wasserzeichenwalze bezeichnet. Es handelt sich um eine mit einem Sieb bespannte Walze, durch die, in der Papierproduktion Wasserzeichen erzeugt werden.
Enveloppen Darunter versteht man bedruckte Emballage für Kleinformate
Etiketten Die auf der Emballage aufgebrachten Kleber, auf welchen das Format, Gewicht, Laufrichtung, etc. angeführt sind
F zum Seitenanfang
Falzen Das Falten von Papierbogen auf kleinere Formate.
Flächendruck - Der Druck von größeren, vollen Flächen in allen Druckverfahren.
- Nicht exakte Bezeichnung für das Druckprinzipv
„Fläche gegen Fläche“.
Flächengewicht Das Flächengewicht ist das Gewicht eines Quadratmeters eines bestimmten Papiers oder eines Kartons und wird in Gramm pro Quadratmeter angegeben. 80 g/m2 entspricht dem Flächengewicht von gebräuchlichen Kopier- und Druckerpapieren in Europa und auch Österreich. Ab ca. 150 g/m2 spricht man von Karton.
Flattermarke Eine zwischen erster und letzter Seite eines Buchbinderbogens im Bundsteg in bestimmter Höhe angebrachte kurze fette Linie
Format Darunter versteht man das Ausmaß des Papierbogens in cm/mm. Es gibt gängige DIN-Formate, es kommt jedoch immer wieder vor, daß Drucker Sonderformate benötigen.
FSC Der Forest Stewardship Council (FSC), gegründet 1993, zielt darauf ab, Wälder zu erhalten: Er stellt sie nicht nur unter Schutz, sondern fördert vor allem eine verantwortungsvolle Waldwirtschaft. Der FSC ist eine internationale gemeinnützige Organisation mit Sitz in Bonn und nationalen Arbeitsgruppen in 35 Ländern.

Nähere Informationen: www.fsc-deutschland.de
G zum Seitenanfang
Gedeckt Bezeichnung für qualitativ bessere Oberseite einer mehrlagigen Kartonsorte
Gerippt Papier mit parallel verlaufenden Filzmarkierungen (z.B. Vorsatzpapier)
Golddruck Handvergolden, Preßvergolden, Bronzedruck.
Goldener Schnitt Teilungsverhältnis angewandt in der polygraphischen Industrie sowie der Gestaltung von Büchern
Grammatur Ist das Gewicht von einem Bogen Papier im Ausmaß von 100 x 100 cm, z.B. 80 g, 100 g, etc.
Granuliert Papiere mit körniger Prägung
Gratbildung Entstehung einer einseitig erhöhten, spitzwinkeligen Kante beim Schneiden oder Stanzen von Papier, Karton, Pappe oder anderen Materialien.
Graukeil Aus Glas oder Film bestehender streifenförmiger Körper, dessen optische Dichte in der Längsrichtung kontinuierlich zunimmt.
Grauskala (Stufengraukeil) Streifenförmiger Körper aus Glas, Film oder Karton mit Graufeldern gleichmäßiger Schwärzungsabstufung zur Beurteilung und Messung der Tonwertübertragung bei fotographischen Aufnahmen und Kopien
Greiferrand Schmale Fläche an einer Kante von auf Bogendruckmaschinen hergestellten Druckerzeugnissen die unbedruckt bleiben muß, weil der Greifer des Druckzylinders oder der Anlegermechanismus von Tiegeldruckmaschinen den Bogen festhalten
Gußgestrichen Hochglänzender, spiegelnder Strich durch Kontakttrocknung an hochglanzpoliertem Chromzylinder
H zum Seitenanfang
Handdruck Künstlerischer Druck, bei dem die Übertragung der Druckfarbe von der Druckform (z.B. Holzschnitt) auf den Bedruckstoff durch Reiben mit einem Falzbein oder einem Reiber erfolgt.
Hartpost Schreibmaschinenpapier mit hoher Radierfestigkeit
Haupttitel Wichtigste Titelseite eines Buches oder einer Broschüre, meist die dritte Seite, die neben dem eigentlichen Titel der Publikation und eventuell einem Untertitel den Namen des Verfassers und des Verlages, den Verlagsort sowie das Erscheinungsjahr enthält
Hauskorrektur Im polygraphischen Betrieb, vom Korrektor gelesene, erste Korrektur einer Satzarbeit und das Beseitigen der darin enthaltenen Fehler durch den Setzer.
Hautbildung Erscheinung bei Druckfarben, die mit Leinölfirnis angerieben sind.
Holzfrei Holz-(Schliff)-frei, also ohne (mechanisch aufbereiteten) verholzten Fasern gefertigt
Holzhaltig Holz-(Schliff)-haltig, also mit (mechanisch aufbereiteten) verholzten Fasern gefertigt
K zum Seitenanfang
Kanzleipapier Gattungsbegriff für glatte, linierte und gefalzte Schreibpapiere
Klopffest Eigenschaft guter Etikettenpapiere, die als Flaschenetiketten in Abfüllanlagen miteinander in Berührung kommen und auch in nassem Zustand keine Flecken bekommen dürfen
Kunstdruck Gattungsbegriff für hochwertiges, gestrichenes Druckpapier
L zum Seitenanfang
Laufrichtung Da beim Papier die Faserrichtung durch die Erzeugung auf der Papiermaschine vorgegeben ist, spielt die Laufrichtung des Papiers bei Formaten eine große Rolle, da der Drucker je nach Druck- und Endverwendung bestimmte Laufrichtungen benötigt.
Das Dehnungsverhalten des Papiers ist in der Faserrichtung ein anderes als gegen die Faserrichtung!

Feststellung der Laufrichtung:
1. Fingernageltest
2. Reißtest
3. Streifentest
4. Wassertest
Laserdruck Kopierverfahren mittels Laserstrahlen belichteter Druckform
Leimung Darunter versteht man den Leimungsgrad des Papiers. Es gibt hier auch die sogenannte Oberflächenleimung, die für die Bedruckbarkeit eine Rolle spielt. Auch zum Beschreiben mit Tinte ist dies wichtig (Schulhefte).
Lichtechtheit Unter der Lichtechtheit versteht man die Beständigkeit der optischen und physikalischen Eigenschaften gegen Lichteinwirkung. Je weniger lichtecht ein Papier ist, desto schneller vergilbt es. Gerade bei farbigen Papieren ist es wichtig, dass trotz Einwirkung der UV-Strahlen das Papier seine Farbe beibehält und nicht verblasst. Hundertprozentigen Schutz vor Ausbleichen unter Tageslicht und Wärme gibt es nicht, allerdings können holzfreie Rohstoffe und entsprechende Farbpigmente die Farbtonänderung verzögern.
Lichtdruck Druckverfahren, beruhend auf der Lichtempfindlichkeit von Chromsalzen (Kaliumdichromat oder Ammoniumdichromat) in Verbindung mit organischen Kolloiden. Die Druckelemente werden vom bildgemäß abgestuften, gehärteten und gequollenen Gelatinerelief gebildet.
Lithografie Manuelles Flachdruckverfahren mittels Stein- oder Zinkplatte. Lithografische Steine sind 6-15 cm dicke Platten aus kohlensaurem Kalkschiefer.
LWC Leichtgewichtiges, gestrichenes, holzhaltiges Rollendruckpapier (ca. 50 - 70 g/m2)
M zum Seitenanfang
Makulieren Aussortieren von Druckerzeugnissen, die wegen bestimmter Mängel nicht an Besteller ausgeliefert werden dürfen sowie die Zuführung des Materials zur Abfallverwertung.
Manilakarton Nach früherem Rohstoff (Manilahanf) beibehaltener Name für besonders zähen, haltbaren Karton
Maschinenabzug Abzug, der vor Beginn des Fortdrucks mit der Druckmaschine angefertigt wird, welche die Auflage drucken soll.
Maschinengestrichen Bereits in der Papiermaschine durch Strichauftrag oberflächenveredelt
Maschinengraukarton Aus Papierabfällen hergestellter Karton geringerer Güte
Maschinenholzpappe Sammelbegriff für Pappe aus Holzschliff gefertigt
Mattgestrichen Durch matten Strichauftrag oberflächenveredelt
Mittelfein Mit Anteil an (mechanisch aufbereiteten) verholzten Fasern gefertigt
Moiré Störendes, regelmäßiges Muster in Bildern, die mittels Rasterpunkten wiedergegeben sind.
MWC Mittelgewichtiges, gestrichenes, holzhaltiges Rollendruckpapier (von 80 g/m2 aufwärts)
N zum Seitenanfang
Nachdruck - Komplettieren der Auflage durch Fortsetzen des Auflagendruckes wenn die bestellte Anzahl von Exemplaren nach Abschluß des Fortdruckes nicht vorhanden ist.
- Druck einer unveränderten Nachauflage eines Werkes mittels eines fotomechanischen Verfahrens
- Widerrechtliche Vervielfältigung von bereits durch andere Verleger oder Drucker veröffentlichten Werken.
- Nicht exakte Bezeichnung für Nachauflage von Werken, die mehrmals mit derselben Auflagenbezeichnung gedruckt werden, bis eine Neubearbeitung erfolgt.
Naß- und laugenfest In feuchtem Zustand mind. 30 % Widerstandsfähigkeit gegen mechanische Beanspruchung im Vergleich zum trockenen Zustand
Natronkraftpapier Packpapier mit hoher mechanischer Widerstandskraft, aus langfasrigem (z.B. Natron-Zellulose) Zellstoff gefertigt
Naturpapier/ -karton Große Gruppe der ungestrichenen und unbeschichteten Papier-/Kartonsorten
Nutzen Darunter versteht man die Anzahl kleinerer Formate, welche man aus einem Großbogen her- ausschneiden kann, z.B. aus 61 x 86 cm, gehen 8 Nutzen A4
O zum Seitenanfang
Oberflächenbehandelt Durch Verbesserung der Oberfläche (z.B. Besprühen, Leimen) für den Druck anwendungssicherer gemacht
Oberflächengeleimt Zur Verbesserung von Dimensionsstabilität und Oberfläche zusätzlich in der sogenannten Leimpresse mit Leimstrich versehen
OCR-Papier Genormtes Papier für optisch-elektronische Beleglesung (optical correction reading)
Offsetfest Hinsichtlich Dimensionsstabilität und Oberflächenfestigkeit für den Offsetdruck besonders geeignet
Opazität Lichtundurchlässigkeit (Gegensatz: Transparenz) durch größere Reflexion auffallender Lichtstrahlen
Optische Aufheller Um die Weiße eines Papiers entsprechend zu erhöhen, werden in der Papierproduktion optische Aufheller eingesetzt. Das sind Stoffe, welche die auftreffende UV-Strahlung in sichtbares Licht umwandeln. Das Papier erscheint dem Betrachter somit weißer. Papiere ohne optische Aufheller besitzen eine gelbliche Färbung.
Originalgestrichen Von gestrichenen Qualitäten die oberste Güteklasse (auf Aggregaten außerhalb der Papiermaschine gestrichen)
Overheadfolie Durchsichtige, beschreibbare Folie zur Verwendung als Vergrößerungsvorlage in Tageslichtprojektoren
P zum Seitenanfang
Papierproduktion Die primären Rohstoffe für die Produktion sind Wasser und Holz. Die Stoffgewinnung aus Holz teilt sich in 2 Gruppen: Zellstoff und Holzstoff. Um hochwertige Papiere, also z.B. Kopierpapiere, herstellen zu können, ist es notwendig, die Papier-Rohmasse aus chemisch bearbeitetem Holz, dem sogenannten Zellstoff, herzustellen. Bei der Gewinnung dieses Zellstoffes wird das im Holz vorhandene Lignin mittels diverser chemischer Verfahren entfernt. Wenn der Lignin-Anteil unter 5 % liegt, spricht man von den sogenannten holzfreien Papieren. Der Begriff ist etwa missverständlich, denn es werden natürlich auch holzfreie Papiere aus Holz hergestellt.
Plakatpapier Vollgeleimtes, einseitig glattes, oft einseitig gestrichenes Papier, mit Plakatfarben bedruckbar
Prägungen Schmückende Veränderung der Papier-/Kartonoberfläche mittels Prägewalzen/-platten
Pergamyn Einschlagpapier, weiß und farbig, mit glasigem, durch scharfes Satinieren erreichtem Charakter
Permanent/ablösbarer Kleber Klebstoffe für die Herstellung von selbstklebenden Papieren/Folien mit dauerhafter oder ablösbarer Klebewirkung
post-consumer Papierabfälle aus Sammelsystemen (z.B. Haushalte)
Prägedruck Reliefartiger Druck auf Papier, Karton, Pappe, Leinen, Leder, Kunststoff etc.
Prägen In der Stereotypie das Abformen der Druckform in die daraufliegende Mater mit einer Prägepresse.
pre-consumer Papierabfälle aus dem Produktionskreislauf
Press-Span-Ersatz Rundsiebkarton, stark geglättet, mit besonderer Dichte und Festigkeit (Hartkarton)
R zum Seitenanfang
Raubdruck Nachdruck ohne Zustimmung des Künstlers, Autors oder Verlegers.
Reaktive Oberfläche Mittels Beschichtung hergestellte Reaktionsfähigkeit der Papier-/Kartonoberfläche auf Druck, Licht, Chemikalien, mechanische Einflüsse
Recycling Wiederverwendung von Rohstoffen, die aus gebrauchten Fertigprodukten zurückgewonnen wurden
Registerkarton Holzhaltiger oder holzfreier, oft geklebter, weißer und farbiger Karton für Karteizwecke
Reliefdruck Erhabener Prägedruck mittels Matrize und Patrize im Gegensatz zum einfachen Prägedruck. Der Druck erfolgt mit zwei Druckformen gegeneinander.
Riesgewicht Ist das Gewicht, welches 1000 Bogen (oder Blatt) in einem bestimmen Format wiegen
Formel:
(Format x Grammatur) : 10.000
(70x100 x 80)           : 10.000 = 56 kg
S zum Seitenanfang
SBS Solid Bleached Sulphate ( Bezeichnung für Zellstoffkarton )
Schmuckfarbendruck Die im Zeitungsdruck verwendeten Buntfarben neben dem Schwarzdruck.
Schmutztitel Dem Haupttitel vorgeschalteter, gekürzter Titel eines Werkes, auf die Vorderseite des ersten Blattes von Buch- oder Broschürenblocks gedruckt.
Schneiden Trennen eines Werkstoffes mittels gerader oder kreisförmiger Messer.
Schneidstaub Partikeln von Papier, Karton und Pappe, die beim Durchschneiden des Materials oder beim Beschneiden der daraus hergestellten Erzeugnisse entstehen.
Schnellschuß Bezeichnung für einen Auftrag einer Druckerei, dessen Ausführung sehr eilig ist und der vorrangig vor allen anderen erledigt werden muß.
Schnelltrennsätze (Snap-out-Sätze) Durchschreibesätze, deren Blätter sich nach dem Beschreiben durch Abreißen des perforierten Klebe- oder Heftrandes vereinzeln lassen, wobei gleichzeitig das Einmal Kohlepapier, mit dem der Formularsatz vorher durchschossen wurde, herausgezogen wird.
Schöndruck Erstmaliges Bedrucken des Bedruckstoffes bei zweiseitigem Druck.
Selbstdurchschreibendes Papier Auch chemisches Reaktionspapier, mit Farbkapseln und Akzeptorschicht versehen, zur Herstellung von Durchschriften ohne Kohlepapier
Selbsttrennleim In Verbindung mit selbstdurchschreibenden Papieren verwendeter Leim, der auf chemischem Wege das selbsttätige Trennen blockverleimter Formularsätze ermöglicht
Silikon Kunststoffverbindung mit der (als Abstoß-/Trennmittel) bei Haftklebepapier das Abdeckpapier beschichtet ist
Spezialgestrichen Klassifizierungsbezeichnung für hochfeine, auf Aggregaten außerhalb der Papiermaschine gestrichene Bilderdruckpapiere
Spezialgummiert Bezeichnung für matte, der Papieroberfläche ähnliche Dextrin-Gummierung, die durch Feuchtigkeit aktiviert wird
Spezialkarton Überwiegend aus Sulfatzellulose hergestellter, besonders zäher Karton für anspruchsvolle Verpackungen und grafische Erzeugnisse
Stanzen Mit einem Messerstempel wird durch Hammerschlag oder Presse aus dem Werkstoff eine Form herausgeschnitten.
Synthetisches Papier Aus synthetischen Fasern hergestelltes, besonders widerstandsfähiges Material (Synteape / Robuskin)
T zum Seitenanfang
TCF (total chlorine free) Bei der Zelluloseerzeugung werden weder Chlor noch Chlorverbindungen verwendet. Dafür jedoch Sauerstoff und/oder Wasserstoffperoxyd.
Tiefdruck Gruppe von Druckverfahren, bei denen die Druckelemente durch Gravieren, Stechen, Eindrücken oder Ätzen in die Oberfläche der Druckform vertieft werden. Nach dem Einfärben der Druckform wird die Oberfläche von der Druckfarbe befreit, so daß sie nur in den Vertiefungen zurückbleibt und beim Druckvorgang von dort auf den Bedruckstoff übertragen wird.
Trennschnitt Teilung von Papier- oder Druckbogen sowie anderen Erzeugnissen an bestimmter Stelle; auch Teilung von in Doppelexemplaren produzierten unvollendeten buchbinderischen Erzeugnissen besonders solchen in Broschürenform, die erst nach dem Heften oder nach der Klebebindung vereinzelt werden.
Triplexkarton Zweiseitig gedeckter Karton mit holzhaltiger Mittellage, auf Rundsieb- oder kombinierten Kartonmaschinen gegautscht
Trockengummiert Bezeichnung für Papiere mit matter Rückseitengummierung
U zum Seitenanfang
Umbruch Bei Hochdruckverfahren das Zusammenstellen des Schriftsatzes für den Druck. In langen Spalten gelieferter Schriftsatz wird zu Kolumnen umbrochen.
Umschlagen Bei zweiseitigem Bedrucken von Druckbogen mit der gleichen Druckform der Wechsel der Seitenanlage in der Druckmaschine vor Bedrucken der Rückseite. Die Vorderanlage bleibt an der gleichen Papierkante.
Umschlagkarton Maschinenglatter oder geprägter, holzhaltiger oder holzfreier, meist farbiger Karton zwischen 130 und 400 g/m2 für Umschlagszwecke
Umstülpen Bei zweiseitigem Bedrucken von Papierbogen mit der gleichen Druckform die Änderung der Vorderanlage der Druckbogen in der Druckmaschine vor Bedrucken der Rückseite. Die Seitenanlage bleibt an der gleichen Papierkante.
Ungeklebt/geklebt Bezeichnung für
a) durchgearbeiteten einlagigen bzw.
b) mehrlagigen geklebten Karton
V zum Seitenanfang
Volumen Verhältnis der Dicke eines Papiers zu seinem Flächengewicht
Vollgeleimt Fachausdruck für ein mit Tinte beschreibbares Papier (nicht auslaufend)
Vorsatzpapier Holzfreies weißes oder getöntes, oft geripptes oder geprägtes Papier zum Abdecken der Buchdeckelinnenseiten
W zum Seitenanfang
Wasserzeichen Bildliche Darstellung im Papier, die in der Durchsicht sichtbar wird
Wegschlagen Eigenschaft der Druckfarben in die Papieroberfläche einzudringen und somit zu trocknen.
Werkdruck Druckpapier, meist holzfrei, mit Volumen gearbeitet, für Buchherstellung
Weiße Darunter versteht man den Weißegrad des Papiers.
Widerdruck Bedrucken der zweiten Seite des Bedruckstoffes bei zweiseitigem Druck.
X zum Seitenanfang
Xerographie Indirektes elektrostatisches Trockenkopierverfahren
Z zum Seitenanfang
Zellstoff Der Zellstoff ist der Grundstoff für die Erzeugung von holzfreien Papieren. Gewonnen wird er aus Holz, wobei durch chemische Verfahren unerwünschte Bestandteile wie Lignin und Harz abgetrennt werden. Das Holz (Laub- und Nadelhölzer) wird in Hackschnitzel zerkleinert, diese werden anschließend mit einer Kochflüssigkeit imprägniert und unter Druck und Temperatur über mehrere Stunden gekocht und gebleicht.